lait│du│mont

Mondmilchloch. Das Wort vergeht auf der Zunge, ich mag sie schlürfen, die mondige Milch. Schon ein paar Expeditionen unternommen zum geheimnisvollen Loch, dessen Milch noch bis in die 50iger Jahre in alle Welt verkauft wurde als Heilmittel für Unterleibsschmerzen aller Art. Ihren Nimbus – wie ich gelesen habe – verdankt sie vor allem einem Übersetzungsfehler: aus der bekannten „lait du mont“ haben sich die Alpnacher ihre Mondmilch gezaubert.
Das Loch wollte bespielt werden! Bei einem erneuter Aufstieg mit einem Aufnahme-gerät habe ich den Sound der Höhle eingefangen. Diesen destilliert, caramelisiert, blanchiert und zum Fonds reduziert für die Performance mit meinen alpinen Mitmusikern. Ob jemand den steilen, unwegsamen Aufstieg in der heissen Augustsonne auf sich nehmen würde um einem Happening mit ungewissem Ausgang in einer feuchtdunklen Höhle beizuwohnen? – An die achtzig Unentwegte haben mit ihrem Schweiss und den Schwielen an den Füssen zu diesem Gesamtkunstwerk beigetragen! Prost Mondmilch!


























